Ah, da ist er also: Der erste Wahlkampf in der "Post-Obama"-Ära der deutschen Wahlkampfgeschichte: der hessische Landtagswahlkampf 2009. Der Tweet von Dr. Bieber hat mich angeregt, seine Frage mir selber zustellen: Was ist das zweinullige an www.webcamp09.de?
Foto: nathansnostalgia
Meine Antwort:
- das CMS -> wordpress = Blogsoftware
- Domain bzw Name "webcamp"-> klingt groovy, modern, in = Trend zur Community klar erkannt
- Kategorien -> nichts bekanntes oder langweilig sachliches = direkte Ansprache der Zielgruppe Kunden/Wählers = scheußlich
- Tagcloud, Videos, RSS -> Standard
- kleinschreibung -> im oberen bereich der seite (header) werden die begriffe klein geschrieben = Unsinn
- persönliche Teamvorstellung per Video -> Personalisierung der Komunikation = wie sind echt, authentisch = Amateure dürfen auf ihrer Wiese spielen, die sonst offener Kanal heißen würde.
- Geschäftsmodell -> "wir wollen junge Leute für Politik und die CDU begeistern" = langweilige Berichte ohne erkennbares Konzept, wohin es inhaltlich hingehen soll. Welches "social object" steht denn im Zentrum der Kommmunikation? Die Wahlkampf-Kommunikation selber (Videos der Werbeclips etc) oder die Politik und das Werben um Wählerstimmen?
Mein kurzes Fazit: Viel artig richtig gemacht, bisher aber ohne inhaltliches Konzept. Ein Camp für eine müde Sommerfrische. Leider kein Camp für heiße Sommernächte oder Winterträume.
Update: die CDU-webcamper twittern seit 5.1.09 - sehr gut.





